Wissenschaft + ?

 

 

 

Nach oben UFOs Gen-Technik Kornkreise

 

 

Wissenschaft ist Wahrheit.

Lassen Sie sich durch Tatsachen nicht beirren!

 

Diesen Spruch fand ich immer sehr spaßig. Er reflektiert die selbstbewusste Skepsis der etablierten Wissenschaft gegenüber neuen Erkenntnissen. Man kann die Aussage noch differenzieren:

 

Wenn ein seriöser älterer Wissenschaftler feststellt, dass etwas möglich ist, dann hat er meistens recht; wenn er feststellt, dass etwas unmöglich ist, hat er sehr wahrscheinlich unrecht. (Arthur C. Clarke, britischer Schriftsteller)

 

Bevor neue wissenschaftliche Erkenntnisse in Fachzeitschriften veröffentlicht werden, müssen sie von ausgewiesenen Experten dieses Fachs überprüft und freigegeben werden. Dadurch bekommt diese Veröffentlichung im Sinne einer Qualitätssicherung ein Gütesiegel und wird damit Teil des allgemein anerkannten Standes der Forschung. Das hat schon seinen Sinn.

 

Schwierig wird es aber, wenn ein Unbekannter mit einer neuen, durchaus schlüssigen Theorie auftritt und die Herren von der etablierten Wissenschaft sich bequem zurück lehnen und fragen, wie diese Idee denn in das herkömmliche Gedankengebäude passt. Es genügt nicht, dass etwas funktioniert; gefragt ist der Mechanismus, wie es funktioniert. Wenn der aber noch nicht bekannt ist, dann - tut uns leid - können wir hier keinen ursächlichen Zusammenhang erkennen. Gut, die Kraft, die den Apfel vom Baum zieht, hat auch noch niemand gesehen. Aber daran haben wir uns mittlerweile gewöhnt.

 

Nehmen wir aber mal die Homöopathie. Sie beruht ja darauf, dass die wirksamen Substanzen nach und nach immer mehr verdünnt werden, bis hin zu einer Verdünnung, bei der es unwahrscheinlich ist, dass in dem Fläschchen auch nur noch ein Molekül der Substanz enthalten ist. Und gerade diese hohen "Potenzen" sollen so wirksam sein? Das ist doch physikalisch unmöglich! Skeptiker werden hier den Placebo-Effekt einführen: Der Kranke glaubt an die Wirkung und wird gesund. Das ist zwar auch ein interessantes Thema, aber es kann nicht die ganze Erklärung sein. Schließlich wirkt Homöopathie auch bei Tieren, die nicht mal wissen, wie man Placebo schreibt. Auch wenn es noch nicht erklärbar ist: Mir gefällt die Aussage, die "Information" des Heilmittels sei noch in der Lösung. Es ist anscheinend an der Zeit, sich Gedanken zu machen über eine Physik der "Information". - Nachtrag (2017): Das homöopathische Mittel wirkt offenbar als Anweisung an den "intelligenten Körper".

Ein anderes Beispiel: Dass es Wünschelrutengänger gibt, die Wasseradern und „Störzonen“ aufspüren können, ist inzwischen allgemein bekannt. An der bezeichneten Stelle findet man tatsächlich eine ergiebige Quelle, oder es treten – wenn diese Stelle unter einem Bett liegt – statistisch signifikant höhere Zahlen von Krankheiten auf. Auf der Suche nach Erklärungen und Zusammenhängen hat man die Begriffe „Erdstrahlen“, „geologische Verwerfungen“ und „Gitternetze“ ins Spiel gebracht. Nun wenden selbst ernannte Skeptiker ein, so genannte Erdstrahlen seien physikalisch nicht nachweisbar. Geschenkt! Die Aussage spricht allenfalls gegen die derzeit vorhandenen Messmethoden, nicht aber gegen das Vorhandensein einer wie auch immer funktionierenden „Informationsquelle“, die im Zusammenwirken mit der Feinfühligkeit des Rutengängers ein positives Ergebnis liefert. Es ist immer dasselbe: Solange die Wirkungsweise nicht aus Sicht der heutigen Wissenschaft erklärt werden kann, werden die Begriffe, die benutzt werden zum Versuch einer Erklärung des Phänomens, auseinander genommen und lächerlich gemacht, mit dem Ziel, damit auch das Phänomen selbst in Frage zu stellen.

Ich sehe das Problem, dass wissenschaftlich bewiesen und damit als "wahr" nur das angesehen wird, was in das herkömmliche Gedankengebäude passt. Alles andere sind Spinnereien und übersinnliche Geschichten, mit denen sich ein seriöser Wissenschaftler nicht beschäftigt.

 

Die Beschränktheit von Wissenschaftlern zeigt sich auf zwei Seiten: Wenn sie sich einerseits sich so allmächtig fühlen, dass sie bedenkenlos in die Natur dieses Planeten eingreifen, siehe Gen-Technik, andererseits die Augen verschließen vor Phänomenen, die sie nicht erklären können. Ich nenne nur die Beispiele UFOs und Kornkreise, von Kristallschädeln ganz zu schweigen.

 

Dabei sollte es das Ziel der Forschung sein, die Lücke zwischen der herkömmlichen Physik und dem so genannten "Übernatürlichen", der Metaphysik, zu erforschen und zu schließen.

 

Schon Augustinus sagte:

 

Wunder geschehen nicht im Gegensatz zur Natur, sondern im Gegensatz zu dem, was wir von der Natur wissen.

 

Von einem Kirchenvater finde ich diese Aussage toll.

 

06.08.10

Mehr... Kontakt Ich will hier raus