Recht auf Krieg

 

 

 

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Ich zitiere eine Meldung aus der Süddeutschen Zeitung vom 12./13. März 2005 (Hervorhebung am Schluss von mir):

  Agent-Orange-Klage in USA abgewiesen

hbo Peking - Die erste Klage vietnamesischer Opfer gegen US-Chemiefirmen ist in New York abgewiesen worden. Agent Orange sei kein Gift, dessen Einsatz ein Kriegsverbrechen darstelle, urteilte Bezirksrichter Jack B. Weinstein in Brooklyn. Sprecher der Kläger in Vietnam waren verärgert über die Entscheidung. Sie kündigten an, in Berufung zu gehen. Die USA hatten im Vietnamkrieg Millionen Fässer Agent Orange versprüht, um den Dschungel zu entlauben. Da das Entlaubungsmittel das Industriegift Dioxin enthält, leiden in Vietnam mehr als eine Million Menschen an zum Teil schweren Krankheiten und Behinderungen. 26 vietnamesische Opfer und ihr Opferverband hatten vor einem Jahr in New York gegen die Hersteller Dow Chemical, Monsanto und mehrere andere US-Chemiefirmen eine Produkthaftungsklage angestrengt.

"Richter Weinstein hat seine Augen vor der offensichtlichen Wahrheit verschlossen," sagte Nguyen Trong Nhan vom vietnamesischen Opferverband. Der Richter hatte argumentiert, dass die Kläger den kausalen Zusammenhang zwischen ihren Krankheiten und Agent Orange nicht beweisen könnten. Das US-Justizministerium hatte zuvor eine Abweisung der Klage gefordert. Sollte früheren US-Kriegsgegnern der Rechtsweg mit ähnlichen Forderungen offen stehen, so werde die Macht des US-Präsidenten zur Kriegsführung auf gefährliche Weise eingeschränkt, hieß es.

 

Das müssen die vietnamesischen Opfer doch nun wirklich einsehen, dass der US-Präsident sich nicht auch noch Gedanken über mögliche Schadenersatzforderungen machen kann, wenn er mal wieder einen Krieg anfängt. Die gewaltsame Verbreitung von Freiheit und Demokratie ist so schon teuer genug.

26.11.05

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