Gen-Technik

 

 

 

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Mit der Gen-Technik haben die Wissenschaftler ein tolles Spielzeug in die Hand bekommen: Sie können jetzt an Pflanzen und Tieren herumbasteln und gezielt irgendwelche gewünschten oder unerwünschten Eigenschaften im Erbgut verändern. Aber die Konsequenzen dieser Veränderungen sind überhaupt nicht absehbar.

Wir werfen weiter, als wir sehen können!

Das hat ein Kritiker der Gen-Technik gesagt. Dabei ist die Erfahrung doch vorhanden. Wir wissen, was passiert, wenn man nur an einer einzigen Schraube eines komplizierten Regelsystems dreht. Beispiel Australien: Kaninchen wurden (als Jagdwild) von den Europäern eingeführt; weil sie aber keine natürlichen Feinde hatten, vermehrten sie sich so stark, dass sie eine Landplage wurden. Die Situation geriet außer Kontrolle, weil ein natürliches Gleichgewicht durch menschlichen Eingriff gestört wurde.

Genau so denkt man bei Gen-manipulierten Pflanzen auch nicht über der ersten Schritt hinaus. Der Mais wird resistent gemacht gegen einen Schädling, und der Schädling vergiftet sich beim Fressen von der Pflanze. Daraufhin gehen auch die Insektenfresser ein, die dieses vergiftete Insekt fressen. Der gifthaltige Mais wird verfüttert.  Es gibt schon Berichte, dass Kühe Blut in der Milch hatten, krank wurden und geschlachtet werden mussten. Die Reste des Giftes gehen in den Boden. Was das Gift mit dem komplizierten Haushalt der Bodenbakterien macht, ist nicht untersucht worden. Dabei hängt von einem fruchtbaren Ackerboden die Zukunft der Menschheit ab. - Gen-Raps, der resistent ist gegen Unkrautvernichtungsmittel, ist eine weitere Errungenschaft. Der Haken ist nur, dass der Bauer dann sowohl das Saatgut als auch das Unkrautvernichtungsmittel von derselben Firma kaufen muss, die beides herstellt. Die neueste Horror-Meldung sagt, dass ein neues Super-Unkraut aufgetaucht ist, das nicht mehr mit Unkrautvernichtungsmitteln zu beseitigen ist...

Das Problem ist nur, dass die Sache nicht mehr umkehrbar ist. Der Kaninchenplage in Australien könnte man vielleicht (?) mit einer gewaltigen Anstrengung noch Herr werden. Aber wenn sich der Gen-manipulierte Mais einmal ausgebreitet hat, dann gibt es kein Zurück mehr. Für die Vermischung der Mais-Arten werden schon die Bienen sorgen...

Wirklich beängstigend ist der Optimismus der Wissenschaft  (und die Geldgier der Konzerne) im Hinblick auf ein Überleben der Natur dieses Planeten.

21.08.04

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