Was sagt die Bibel?

Nach oben

 

 

 

Der Gott des Alten Testaments war ein strenger, richtender Gott, der als Beweis für bedingungslosen Gehorsam erwartete, dass Abraham seinen Sohn Isaak für ihn opferte. Dieser Gott entsprang der Vorstellung eines Hirtenvolkes, für das es normal war, Gott mit Tieropfern wohlgesinnt zu stimmen.

Dass Jesus nach dem Willen Gottes für uns am Kreuz gestorben ist, kann ich nicht als historische Tatsache akzeptieren. Was wäre das auch für ein Gott der Liebe, der „Gerechtigkeit“ um jeden Preis fordert, auch wenn ein Unschuldiger (sein eigener Sohn!) die Strafe für die angeblich sündige Menschheit auf sich nimmt!

Für mich ist das eher ein nach einem göttlichen Plan inszeniertes und historisch überliefertes Drama der Kreuzigung als überwältigende Botschaft an die Menschheit: "Fürchtet euch nicht vor einer Strafe! Es ist alles getilgt. Ich bin die Liebe!"

Aber so kam es wohl bei den Menschen nicht an, ebenso wenig wie die Botschaft von Jesus, der die Liebe zu Gott und zum Nächsten lebte und predigte.

Die Angst des Volkes vor einem zürnenden Gott war ein willkommenes Werkzeug in den Händen der weltlichen und geistlichen Obrigkeit, um sich die Herrschaft zu sichern. Als dann noch aus der Bibel alle Hinweise auf die Reinkarnation entfernt wurden – die zu Zeiten von Jesus als Tatsache galt – drohte schon nach einem Leben das Höllenfeuer, und damit konnte man den armen Seelen Druck machen. 

„Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen.“ Aus diesem Satz von Jesus den Auftrag und die Berechtigung herzuleiten, ein weltweites – und auch weltliches – Imperium aufzubauen, das sich „allein selig machende Kirche“ nennt und damit behauptet, das Monopol für die Zulassung zum Himmelreich zu haben, das ist schon ein starkes Stück!

Aber das kann es ja wohl nicht sein. Das ist nicht mehr Originalton Jesus: "Mein Reich ist nicht von dieser Welt."

10.01.11

Mehr... Kontakt Ich will hier raus