Wo kommen wir her, wo gehen wir hin? Ist es vorstellbar, dass wir aus dem Nichts kommen und uns eines Tages bei der Zeugung oder der Geburt oder irgendwann dazwischen als kleine Seele einnisten, um dann nach einem mehr oder weniger langen, mehr oder weniger glücklichen Leben wieder ins Nichts oder - je nach Glauben - in das ewige Leben zu gehen? Immerhin glauben   90 % der Menschen an ein Leben nach dem Tod.

Aber der Gedanke an den Tod wird erstmal verdrängt. Das Leben findet jetzt statt. Also machen wir doch etwas aus diesem Leben! Wir haben hoffentlich eine glückliche Kindheit, wachsen heran, lernen, haben Spaß, machen eine Ausbildung, sind erfolgreich im Beruf, gründen eine Familie, haben wohlgeratene Kinder, sammeln vielleicht ein kleines Vermögen an und gehen eines Tages in den verdienten Ruhestand. Irgendwann geht das Leben zu Ende, und auf dem Grabstein steht: „In Gedanken bist du immer bei uns.“ Das soll es gewesen sein?

Anscheinend ist das der Sinn des Lebens in den Augen vieler Menschen: Wir leben jetzt, und zwar möglichst gut. Und was nach uns kommt, soll uns nicht interessieren. Was für einen Planeten wir unseren Kindern und Kindeskindern hinterlassen, wen kümmert's!

Tatsache ist aber: Wir alle kommen immer wieder. Schon in der Schule lernen wir: Energie kann nicht aus dem Nichts entstehen, Energie kann nicht verloren gehen. Und unsere Seele, unser Bewusstsein, ist Energie! Was auf dem Grabstein steht, ist nur ein Teil der Wahrheit: Die Erinnerung an uns ist begrenzt. Aber unser Bewusstsein ist ewig. Beim „Tod“ gehen wir hinüber in eine andere Wirklichkeit. Aber wir kommen irgendwann wieder in ein physisches Leben zurück, um unerledigte Angelegenheiten wieder aufzunehmen und um weitere Erfahrungen zu sammeln. (Da ist es natürlich von Vorteil, wenn der Planet, den wir für uns hinterlassen haben, beim nächsten Mal noch in einem brauchbaren Zustand ist.)

Wer diesen Kreislauf vieler Leben für sich als wahr akzeptiert, für den erschließt sich tatsächlich der Sinn des Lebens. In einem einzelnen Leben sind doch die Chancen so ungleich verteilt zwischen Gesunden und Kranken, Reichen und Armen, Menschen mit einem langen erfüllten Leben und anderen, die schon in jungen Jahren wieder gehen müssen. Wenn dies das einzige Leben wäre, wo bliebe da die himmlische Gerechtigkeit?

Wenn ich aber davon überzeugt bin, dass dieses Leben nur eins in einer langen Kette ist, dass ich schon viele Male hier war und noch viele Male wieder kommen werde, dann ergibt sich der Sinn dieses Lebens aus den Erfahrungen der vorigen Leben und den Möglichkeiten zukünftiger Leben.

Re-Inkarnation, also Wiedergeburt in einem anderen Körper, ist eine Realität. Anders gesagt: Wir Menschen sind multidimensionale Wesen, von denen ein Teil immer mal wieder ein Gastspiel in der dreidimensionalen Welt gibt.